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Tour 1 – Rund um unseren Vulkan Piton de la Fournaise

 

Abfahrt gegen 08.00 Uhr

Wir fahren auf der Nationalstraße 2 nach Norden, Richtung Saint Pierre, verlassen diese aber nach Grand Bois, um zum MONT VERT zu fahren. Der Mont Vert ist ein ehemaliger Auswurfkrater, in dessen Inneren Sie einige kleine Informationen über die vulkanische Tätigkeit der letzten Jahrhunderte erfahren werden.

Jetzt, da Sie die Grundlagen kennen, fahren wir über die Plaine des Cafres mit ihren saftig grünen Weiden und den eingeführten deutschen Milchkühen, die man überall sehen kann, bis nach Bourg Murat und auf die „Route forestière du Volcan. Jetzt wird es richtig spannend, denn jetzt beginnt der motorisierte Aufstieg auf den aktiven Vulkan Piton de la Fournaise. Eine unglaubliche Vielfalt von unterschiedlichsten Klimazonen erschließt sich uns. Die Natur um uns herum verändert sich schlagartig, und dies alle paarhundert Meter:

 

Aus den Weiden werden Nadelwälder, 30 Meter hohe Cryptomeria – Sicheltannen.  Diese verschwinden, werden abgelöst durch halbhohe, lichte Tamarindenstände. Aus den Ständen werden Büsche, die schließlich im hohen, gelben Steppengras untergehen. Überraschend tauchen einige Obstbäume auf, am Rand des Rivière de Rempart, unterhalb einer Spitze namens „Stiernase“, „Nez de Boeuf“. Jetzt sind wir schon 2000 m über dem Meer und haben, wenn es das Wetter erlaubt, einen unglaublichen Ausblick nach…. Manapany, zum Gandalf Safari Camp. Hier gibt es wieder saftig grüne Weiden. Doch das Gras verschwindet kurz darauf und übrig bleiben nur noch Heidekraut, Flechten und Steine. Wir fahren an jüngeren Kratern vorbei, entstanden im 17. – 19. Jahrhundert, doch scheint sich unsere Augen an das Angebot an Bildern gewöhnt zu haben. Nichts kann uns mehr erstaunen.

 

Dann kommt „DAS“ Eck: die „Plaine des Sables“. Sandebene, Steinwüste, schier ohne Wasser und Leben. Fast einer Mondlandschaft gleich.

 

Die restliche Strecke bis zum Ende des Weges, am „Pas de Bellecombe“, fahren wir durch eine uns völlig neue Welt, denn jetzt erhebt er sich vor uns mit seinen ganzen 2632 m, der Piton de la Fournaise. Wir werden ihn einige Zeit bewundern und einiges über ihn erfahren. Und wer genügend Atemluft und Kraft besitzt, geht mit uns einen etwa zwanzigminütigen, steilen aber gut ausgebauten Treppenweg hinunter, zu einem Krater, namens Formica Leo.

 

 

Jetzt ist schon Mittagszeit, wir steigen ins Auto und  fahren wieder runter vom Feuerofen, wie man „Fournaise“ übersetzen könnte. Wir machen eine kurze Rast in einer kleinen Gaststätte, bevor wir über die „Plaine des Palmistes“ wieder auf Meereshöhe zurückkehren. Nun sind wir an der regenreichsten Seite der Insel, der Ostküste. Vor Saint Benoit biegen wir rechts ab, Richtung Saint Rose. Durch bunte Dörfer mit herrlichen Blumengärten geht’s weiter bis zur Kirche „Notre Dame des Laves“ in Piton Saint Rose. Hier hat sich im Jahre 1977 bei einem Vulkanausbruch ein Wunder ereignet… oder eigentlich zwei Wunder, denn nicht nur die Kirche blieb von den hinabströmenden Lavamassen verschont, sondern auch die Polizeistation.

 

Auf dem Grand Brûlé, dem großen Verbrannten, sehen wir, wie Lava fließt, sich formte, erstarrte, sich überirdisch und in Tunneln verbreitet, doch innert kürzester Zeit von Pflanzen überwuchert wird. Hier darf man auch ein Stück Lava mitnehmen, glücklicherweise ist La Réunion da nicht so hartherzig wie die Vulkangöttin Pélé auf Hawaii.

 

An der Steilküste von Saint Phillipe entlang fahren wir nach diesem ereignisreichen Tag wieder nach Hause. Je nach Zeit und Wetter machen wir noch einen Abstecher zum Cap Mechant, zur alten Hängebrücke, zum alten Hafen von Tremblet oder zur Pointe de la Table und sind gegen 18.00 Uhr wieder am Gandalf Safari Camp. Ein gutes Carri wird jetzt jeden Magen erfreuen.

 

Tour 2 – Die Drei Wälder

 Abfahrt gegen 08.00 Uhr

Wir fahren auf der Nationalstraße 2 nach Norden Richtung Saint Pierre, verlassen diese aber nach Grand Bois, um zum MONT VERT zu fahren. Der Mont Vert ist ein ehemaliger Auswurfkrater, der auf seinen Hängen und seinem Rand eine unglaubliche Pflanzenvielfalt bietet. Wir werden ihn besteigen und uns oben etwas umsehen. (Hin und zurück, ca. 1 Std.)

 Hui, das war ja steiler, als wir gedacht haben. Wieder im Auto geht’s mit Motorkraft weiter und hoch, durch Felder und Landwirtschaft mit allerlei Obst und Gemüse, bis auf 1630 m, zum Nebelwald bei Notre Dame de la Paix. Bei schönem Wetter sehen wir tief in den Rivière des Remparts hinein und bis zu einem gewaltigen Erdrutsch aus dem Jahre 1965, direkt gegenüber. Bei Nebelwetter hingegen profitieren wir von der mystischen Ausstrahlung dieses Ortes und seinem kleinen botanischen Rundweges (ca. ¾ Std.)

 

Jetzt ist es bald Mittagszeit und wir machen kurz Station irgendwo auf der Plaine des Cafres. Über den Col de Bellevue, einzigartiger Aussichtpunkt mit Blick bis zur Küste von Saint Benoit, fahren wir in Serpentinen steil hinab durch feuchte Tropenwälder.

 

 

 

 

Bald kündigt sich der Höhepunkt dieser Tour an, der prähistorische Baumfarn, zuerst vereinzelt, bald schon allgegenwärtig.

 

Im Urwald des Forêt de Bebour (Rundweg, ca. 1 Std.) werden wir ihn aus der Nähe sehen, berühren und allerlei über ihn erfahren.

 

 

 

 

Leider müssen wir diesen magischen Ort wieder verlassen, denn es wartet noch ein Wasserfall auf uns, die Cascade Biberon. Der Weg dorthin ist oft matschig und wir müssen zwei Bäche durchwaten. Deshalb empfiehlt es sich, zusätzlich zu den Laufschuhen auch ein paar Schlappen mitzunehmen.

 

Am Fuß des über 300 m hohen Wasserfalls angekommen können wir uns im kühlen Wasser erfrischen. Zurück am Auto werden erst einmal die Schuhe gewaschen und vom Matsch befreit.

 

Jetzt wird es Zeit, den Rückweg anzutreten. Wir müssen wieder über den Pass und fahren entlang der Hauptstrasse durch Orte, deren Namen wie Kilometersteine klingen, wieder zurück nach Saint Pierre, wo wir, je nach Zeit, noch einen Blick in die Markthalle werfen oder uns am Strand beim Sundowner entspannen können.

 

Am Hafen von Saint Pierre vorbei geht es wieder zurück ins Gandalf Safari Camp, wo wir gegen 18 Uhr ankommen.

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