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Weiter Inhalt Insel Home Zurück 1.3 Inselbewohner
Die koloniale Vergangenheit hat der Insel
ein auf so kleinem Raum wohl einmaliges Völkergemisch beschert. So findet man direkt
neben hinduistischen Tempeln und islamischen Moscheen die katholischen Kirchen der
einstigen französischen Herren und auch buddhistische Pagoden der Chinesen sind
Mehr als ein Drittel der Bevölkerung
sind afrikanischer oder madegassischer Abstammung. Ihre während der Sklavenzeit
entstandene Musik "SEGA" und "MALOYA" sind die typischen Rhytmen der
Insel. Sie begegnen einem überall, so wie auch die gemeinsame Sprache, das
"CREOL". Eine geeinte Gesellschaft, ohne Rassismus, ohne religiöse Fanatiker,
ohne ethnischen Hass.
Wer nun sind die Réunionesen ?
Auf dieser Insel ist es noch schwieriger als anderorts, die Bevölkerung nach Herkunft zu trennen, sie in Kategorien einzuteilen. Unter dem Wendekreis des Steinbocks wird die unpersönliche Kälte einer Statistik definitiv von den Gefühlen besiegt, die von Anfang an dafür gesorgt haben, dass die Einwohner der Insel sich vereinten und die Barrieren der Hautfarben einfach ignorierten.
Eines ist sicher: Réunion zählt 700.000 Einwohner
unterschiedlichen und oft vielfältigen Ursprungs. Als Erste kamen französische
Abenteurer in der mehr oder weniger freiwilligen Begleitung madagassischer Männer und
Frauen. Aus Portugisisch Indien folgte bald die erste Vorhut vom indischen Subkontinent.
Die ursprüngliche Bevölkerung vermischte sich rasch, nachdem die ersten Verbindungen
eingegangen wurden, die ersten Kinder daraus hervorgegangen waren. Die Ausbeutung der
Kolonie durch die Ostindienkompanie ab dem Ende des 17. Jahrhunderts führte jedoch zu
einer Umwälzung der Lebensart. Sklavenhaltung wurde die Regel. Die Sklavenschiffe setzen
tausende Männer und Frauen an den Küsten Bourbons ab (ILE BOURBON war der erste Name der
Insel, seit 1638), die von Händlern in den Hafenstädten von Madagaskar und Afrika gekauft
worden waren. Die schwarze Bevölkerung, bald in der Überzahl, sorgte für den Wohlstand
der Kolonie, wurde aber in Fesseln gehalten. Erst 1848, mit der Abschaffung der Sklaverei,
wurde sie endgültig davon befreit. Doch wurden auf den Zuckerrohrfeldern auch weiterhin
fleißige Hände gebraucht. So warben die Zuckerbarone zum Ausgleich neue Arbeitskräfte
aus dem südöstlichen Teil Indiens an. Diese brachten der französischen Kolonie ihre
Lebensart und ihre Religion, den Hinduismus. Schließlich wurde die Insel das Ziel
weiterer freiwilliger Emigranten: zum einen kamen indische Moslems aus Gujarat und zum
anderen Chinesen. Dabei wurden die Mischehen immer zahlreicher.
Heute reicht die Hautfarbe der Réunionaisen von
Weiß über Milchkaffee bis Ebenholz
und verrät die Verschmelzung ihrer Vorfahren. An jeder Straßenecke auf der Insel zeigt
sich die Schönheit dieser Mixtur.
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