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1.4               Allgemeine Reiseinformationen

La Réunion ist eine ehemalige französische Kolonie und jetzt ein ÜBERSEEDEPARTMENT. Damit ist diese Insel in der EU und im Vertrag von Schengen eingegliedert, darüber hinaus auch „€UROLAND“. Anders ausgedrückt :Sie fliegen von Paris fast 11.000 km weit, dennoch befinden Sie sich auf einem Inlandsflug, den Sie, auch als deutscher Staatsbürger, mit dem Personalausweis durchführen können. Klassische Grenzkontrollen gibt es nicht.

Angeflogen wird La Réunion von Paris aus täglich mit Boing 747, Airbus A320 oder Boeing 777  non-stop. Die Flüge verlaufen meist über Nacht, so dass man am frühen Morgen auf der Insel ankommt. Die Zeitverschiebung von 2 Stunden fällt weder beim Hin- noch beim Rückflug auf, und einen "Jetlag" gibt es nicht. Etwas schwieriger wird es, wenn Sie von Deutschland aus über Mauritius fliegen. Dabei verlassen Sie das Gebiet der EU und brauchen natürlich einen Reisepass. Ebenfalls wird man Sie auf Mauritius um eine Unterkunft oder eine Weiterflugbestätigung, in diesem Falle Ihr Ticket nach Réunion, befragen. Deshalb sollten Sie das Ticket schon in Deutschland zur Hand haben.

Auf La Réunion angekommen, finden Sie, die Europäische Kommission verpflichtet, Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte, Schulen, Straßen, Fernsehen etc. in gleicher Qualität wie in Frankreich und Europa. Auch die Hygiene-, ja selbst die Bauvorschriften entsprechen Europa... mit einer Ausnahme : um den tropischen Wirbelstürmen, die hier auf der südlichen Halbkugel nicht Hurrican sondern „ZYKLONE“ genannt werden, zu widerstehen, muss die Statik der Gebäude einem Winddruck von 300 km/h standhalten. Selbst ein ZYKLON wird auf La Réunion fast zum Erlebnis. Hier haben wir ein paar Bilder von letzten Zyklon, der wirklich hier angekommen ist:

Gamede im Februar 2007. Obwohl er hier nur noch als starke Tropensturm gelistet war, hat er aufgrund seiner sehr starken Regenfälle und auch, weil er 2 Kreise gedreht hat, recht viem Schaden angerichtet.

 

Apropos Wetter: wir befinden uns natürlich in den Tropen und die Wetterwerte zeigen dies auch entlang der Küste. Ein Großteil der Insel liegt auf 1000 und mehr Höhenmetern. Immerhin erhebt sich der „PITON DES NEIGES“ auf 3069 m und ist damit die höchste Erhebung im gesamten Indischen Ozean. Auf dieser „Schneekoppe“, aber auch auf dem Piton de la Fournaise, schneit es dann auch. So zum Beispiel auf unserem Bild von August und Oktober 2006. Manchmal schneit es sogar bis in die Täler. Dies war im August 2003 der Fall, zum ersten Mal seit über 40 Jahren. La Réunion zählt, aufgrund seiner geologischen Höhe, zu den „kalten Tropen“.

Anders als in unseren nördlichen Breiten ist auf La Réunion die Ostseite der Insel die „Wetterseite“. Feuchte, warme Luft wird von den Passatwinden von Australien her quer über den Indischen Ozean herangeführt. Dabei sättigt sich diese bis zu 100 % relativer Luftfeuchtigkeit. An den über 2000 bis 3000 Meter hohen Bergen La Réunion’s angekommen steigt diese feuchte Luft auf. Dabei kühlt sie sich ab, Wasser kondensiert erst zu Nebel, dann zu Wolken, aus denen immer wieder ergiebige Schauer fallen. So hält die Insel mehrere Weltrekorde in der gemessenen Regenmenge, z.B. “TAKAMAKA” im Jahre 1998 : 26.461 ltr / m² (zum Vergleich : Frankfurt Flughafen 517 ltr / m² im Durchschnitt). Wir in Manapany haben so etwa 1500 mtr / m² im Jahr.

Das mit dem Pasatregen gilt übrigens das ganze Jahr. Viele Reiseführer schreiben von "Regenzeit" und "Trockenzeit". Diese Begriffe stammen noch aus der Zeit, als der Tourismus ausschliesslich im Westen, den Zonen unter dem Wind, stattfand. Dort herrscht ein weitaus trockeneres STEPPENKLIMA vor, denn die Wolken haben sich bis dort meistens abgeregnet. Regenkommt dort tatsaechlich fast nur im Sommer an, Entsprechend findet man dort eher Steppe und Buschwerk vor. Tatsaechlich aber wollte man durch den Begriff Regenzeit vermeiden, Touristen durch die Wahrheit zu verängstgen, denn eigentlich muss man Zyklonzeit sagen.

Übrigens : Sommer ist im Januar und Februar, Winter im Juli und August, denn La Réunion befindet sich auf der Südhalbkugel unserer Erde,

 

Hier eine ungefähre und daher unwahre Klimatabelle, gültig für Saint-Denis

 

                                                JAN     FEB    MÄR    APR    MAI     JUN    JUL    AUG    SEP     OKT    NOV    DEZ

Max. Temp. (°C)                     30       30        30          29         28          26       25         25       26           27         28       29

Min. Temp. (°C)                      23       24        23          22         21          19       18         18       18           19         21       22

Sonnenstd. / Tag                       7        6           7            7           7            7          7           7          7             7        7           6

Regentage                               20       21        17          18         17          14       17         16       13           15         12    18                                 

Niederschlag (ltr / m²)          30,6   26,2       21,1      19,3       9,3       8,7        8,1       6,5       4,5         4           9,6     17,5

rel. Luftfeuchte (%)               75       76        74          72         72          67       69         68        69          69         69       73  

Wassertemp. (°C)                  27       28        28          28         27          25         24        23        24         24         25        27                                           

 

Immer wieder erscheinen Berichte über neue und abscheuliche TROPENKRANKHEITEN. So war vor einigen Jahren die CHIKUNGUNGIA in aller Munde, hochgespielt durch eine Panikmache der Medien. Natürlich gibt es Moskitos und andere Mücken auf La Reunion.

Malaria, Cholera, Gelbfieber, die Schlafkrankheit und andere Tropenkrankheiten aber sind auf der Insel unbekannt. Die dafür zuständigen Erreger oder Wirtstiere haben bis heute einfach den Sprung über das Meer nicht geschafft. Wir meinen damit : es gibt auch Mücken, und die können ganz schön nerven. Deshalb haben wir die fenster unserer Gästezimmer mit Moskitonetzrollos ausgestattet. Die Mücken hier übertragen bislang keine gefährlichen Krankheiten. Dennoch bitten wir Sie, die übliche Vorsicht, wie auch zum Beispiel in Spanien oder Süditalien, walten zu lassen.

 

Giftige Schlangen und große Raubtiere haben die Reise übers Meer nicht geschafft. Hier treffen Sie höchstens auf eine SEIDENSPINNE, eine GOTTESANBETERIN Chameleon, den „L'ENDORMI“. Große Fische leben allerdings im offenen Meer, die Sie beim Tauchen, beim Hochseefischen oder einfach nur auf den offenen und bunten Märkten sehen werden.

Hier ein paar Beispiele von Tieren, die Ihnen begegnen könnten:

 

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